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Entwicklung vom Beirat des Forschungsprojektes SENTHA zur eigenständigen Senior Research Group
Die Seniorenforschergruppe geht aus der DFG-Forschergruppe sentha (Seniorengerechte Technik im häuslichen Alltag) hervor. Von Anfang an waren in sentha auch Senioren beteiligt, zunächst aber "nur" als Forschungsobjekt für Befragungen und Analysen sowie in einem Beirat zur Beratung der Projektverantwortlichen.
Eine Versuchsreihe im Sommer 2001 brachte die Wende. Für eine Reihe noch nicht (ausreichend) gelöster Fragen wurde ein Versuchsparkour aufgebaut, für dessen Durchlauf neben den bereits aktiven Senioren weitere ca. 100 Senioren aus Berlin und dem Berliner Umland eingeladen wurden. Die aktive Auseinandersetzung mit Eingabegeräten, elektronischen Menüs usw. machte den Beteiligten so viel Spaß, dass viele wieder kommen, weiter machen und vor allem aktiv mitgestalten wollten.
Aus dieser Versuchsreihe entstand die Senior Research Group. Im Herbst 2001 wurde aus der Initiative die Seniorenforschergruppe 'Senior Research Group' unter Leitung von Prof. Dr. med. habil. Wolfgang Friesdorf gegründet. Hier sind die Senioren nicht nur Anschauungsobjekt, sondern selbst aktiv forschend. Aus der eigenen Erfahrung im Umgang mit moderner Technik, den Bedürfnissen älterer Menschen und den Herausforderungen des täglichen Lebens stellen sich die Ansprüche an Technik oft anders dar, als aus der Perspektive des entwickelnden Ingenieurs oder des Marketingspezialisten.
Natürlich können und wollen die 15 bis 20 Senioren, die über die Entwicklungszeit den Kern der Senior Research Group bilden, die Spezialisten in den Unternehmen nicht ersetzen. Sie können aber wichtige Einblicke in die Lebens- und Erfahrungswelt älterer Menschen vermitteln, die jüngeren Menschen einfach nicht zugänglich sind. Dennoch wollen die Senioren keine speziellen Seniorenprodukte, sondern es geht darum, die Bedürfnisse älterer Menschen in die Konzeption gängiger Alltagsgeräte mit einfließen zu lassen. Es zeigt sich, dass dazu die Einschränkungen des Alterns (z.B. beim Sehen und Hören) oft weniger bedeutsam sind, als die Berücksichtigung von Funktionswünschen und die Sicherheit der Gerätebenutzung.

Entstehung der SRG

